„Einkommen hängt von Verträgen ab“ – ausnahmsweise mal wieder ein lesenswerter Artikel in der TAZ, ein Interview mit Martin Kretschmer, Professor für "information jurisprudence". Allerdings fällt mir dabei auf, dass die TAZ nebenbei mal wieder ihre Lieblings-Piraten-Politikerin und ihr neues Buch promotet "…für ihr kürzlich erschienenes Buch einen Vertrag ausgehandelt, der für zehn Jahre gilt." – Naja, ich denke in diesem Fall wird sich der Verlag die Hände reiben, denn in 10 Jahren interessiert sich dafür garantiert kein Schwein mehr…
Das Open Goldberg Variations Projekt will zusammen mit MuseScore, einer freie Musik-Notations-Software und Kimiko Ishizaka, einer preisgekrönten Pianistin, professionelle Studio-Aufnahmen von Bachs Goldberg Variationen für die Public Domain aufnehmen und sammelt dafür Geld. Scheint mir 'ne gute Sache.
In letzter Zeit hatte ja die GEMA einige Vorstöße unternommen, um ihren Anspruch auf Zahlungen, besonders für Unterrichtsmaterialien (Notenblätter) und Aufführungen durch Laien, zu untermauern (siehe auch meinen Kommentar hier). Als "Kontrapunkt" dazu könnte man diverse Bemühungen verstehen, im Netz Archive mit copyrightfreien Noten und Lehrmaterialien zur Verfügung zu stellen. [weiter]
Archive.org launcht neuen Service. Freier Zugang zu über 1 Millionen Bücher. [via]
Die GEMA macht sich mal wieder unbeliebt. Diesmal bitten sie einen Kindergarten für's Kinderliedersingen zur Kasse, nachdem ja zur Weihnachtszeit ein Kinderchor schon Ähnliches erleben musste.
Alles noch etwas privisorisch, aber das wird schon noch… Es sind unbestätigterweise schon interessante prominente Teilnehmer im Gespräch und bestätigterweise weniger prominete, aber mindestens genauso interessante Teilnehmer und Referrenten. Wir haben ein neues Wiki und den ersten Sponsor. Stay tuned.
Da sich ein ehemaliger Blogeintrag von mir über das Label Openpot hartnäckig in den Top3 der Google Suche nach Openpot hält, schrieb mich Labelchef Benjamin an und bat mich, die Informationen zu aktualisieren. Denn Openpot hat mittlerweile ein neues bzw. verändertes Konzept. Sie bezahlen Musikern nun Anteile aus Werbeeinnahmen, zur Zeit 10 Cent pro Song. In der Pressemeldung steht, Musiker bleiben Inhaber der Urheber- und Leistungsschutz-Rechte. Allerdings vermute ich mal, dass sie dem Label ein nichtexclusives Recht zur Veröffentlichung zugestehen müssen, sonst dürfte Openpot die Songs ja gar nicht anbieten. Nichtexclusiv ist das nächste Stichwort: Die Songs können also auch frei lizensiert sein und auf anderen Plattformen angeboten werden. Super Sache, würde ich sagen. Obwohl ich schon im Februar auf die Version 2.0 des Labels hinwies, hat Google das wohl nicht mitbekommen. Daher will ich will mal nicht so sein und den vermutlich im SEO Dschungel verzweifelnden Labelbetreibern gerne weiterhin Schützenhilfe leisten.
Pirate Bay wollen die IFPI verklagen (wegen Traffic-Ausfällen) und im Falle dass sie gewinnen, die eingeklagten Gelder unabhängigen Musikern zur Verfügung stellen, die ihre Musik frei verbreiten. Viel Glück! Über die IFPI musste ich gerade folgendes lesen: