Saul Williams – Niggy Tardust

Januar 3rd, 2008

Ich hab's getan. Auch das neue Release Niggy Tardust von Saul Williams habe ich jetzt umsonst runtergeladen. Hier hatte ich ja schon über diese Veröffentlichung berichtet. Wie schon bei Radiohead (die sich nun als Kommerz-Ärsche geoutet haben, indem sie ihre Veröffentlichung zum

Selbstbestimmungs-Tarif zurückgezogen haben und nun versuchen, die daraus gewonnene Publicity auszubauen), denke ich, die Werbung für die Musik auf Musikdieb.de ist mehr wert als die paar Euro für die Songs. Vor allem, da ich diese vermutlich sowieso nicht ausgegeben hätte, weil es eine Menge freie Musik gibt – und auch noch eine ganze Menge nicht freie Musik, die in meiner Prioritätenliste (noch) weiter oben ist. Nochmal zu Radiohead: Das mit den Kommerz-Ärschen ist natürlich scherzhaft gemeint. Ich habe ja überhaupt nichts dagegen, dass Musiker versuchen, Geld mit ihrer Musik zu verdienen. Deshalb, liebe Radiohead: So long, and thanks for all the fish, äh, music.

So, und nun endlich zu Saul Williams. Lest euch Infos zu ihm auf Wikipedia durch oder besucht seine Internetseite. Ich fand diesen wortgewaltigen Künstler schon immer ziemlich großartig. Spätestens mit seiner Ansprache "Not in Our Name" zum Irak-Krieg hatte er endgültig meine uneingeschränkte Sympathie:

Den Song "List of Demands (Reparation)" kann man hier runterladen. Und auch auf Myspace gibt's ein paar Songs anzuhören. Momentan bin ich extrem begeistert von seiner Cover-Version des U2 Klassikers Sunday Bloody Sunday, die auch auf Niggy Tardust zu finden ist. Eher ungewöhnlich für Saul Williams, finde ich, auch wenn der Drum'n'Bass Style schon zu seinem bisherigen Schaffen passt. Ansonsten ist dieses Album recht Spoken-Word-lastig. Normal für Saul Williams. Obwohl – eigentlich sind einige weitere Songs drauf, die man durchaus mal im Radio oder in einer Kneipe spielen könnte, z.B. Scared Money oder Raised To Be Lowered. Ich finde, Saul Williams hat wirklich eine eigene und großartig poetische Art, Spoken Word mit melodiösen Elementen zu verbinden. Check it! bs

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3 Comments Add your own

  • 1. Food Band-Blog » Bl&hellip  |  Januar 3rd, 2008 at 13:37

    [...] Die Radiohead-Idee bezüglich neuer Vertriebswege der eigenen Musik übers Netz scheint auch von anderen Künstlern aufgegriffen zu werden. Der New Yorker Künstler Saul Williams bietet sein neues Release "Niggy Tardust" für den Wunschpreis von 5 bzw. 0 Dollar zum Download an. Hörenswert. (Via Musikdieb.de) [...]

  • 2. Marcellus  |  Januar 4th, 2008 at 20:17

    Stimmgewaltig ist er ja in jedem Fall, dieser Saul Williams. Was ich auf seiner Seite ein bisschen vermisst habe ist die Funktion die Songs vorher anzuhören. So werden doch viele nichts spenden (was ich schade fände) und sich die Songs einfach für lau runterziehen. Ansonsten aber echt ein klasse Album. Mein persönlicher Anspieltipp: The Ritual *g* Bleibt so! Marcellus

  • 3. Musikdieb  |  Januar 5th, 2008 at 01:50

    Hi Blubbafish! "Die besten Biere Litauens" ist geil. "Zuerst muss erwähnt werden, dass die Aussprache der Biernamen mit zunehmendem Pegel immer schwieriger wurde."… also ich könnte das auch nüchtern nicht aussprechen *g*

    Aber das mit dem vorher Anhören muss ja eigentlich nicht sein. Man kann das Album ja einfach nochmal runterladen und dann bezahlen. Aber im Grunde hast du recht. Ich würde das aus (werbe-)psychologischen Gründen auch anders lösen.

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