Offener Brief über IOPS (International Organization for a Participatory Society / Homepage). Vielversprechendes Projekt!
"Piraten zum Urheberrecht" "[...] Die PIRATEN werden damit den Erwartungen und Forderungen nach Beendung der urheberrechtsgetriebenen Drangsalierung von Nutzer_innen nicht gerecht. Sie haben den Wissenskommunismus des Netzes, aus dem sie kommen und von dem sie zehren, weit nach hinten geschoben. In dieser Beziehung sind die auch hier verteilten Vorschusslorbeeren wieder einzusammeln. Die Piraten sind dabei, den Kredit, den sie noch haben, zu verspielen — gerade auf ihrem ureigenen Feld. [...]". Besser hätte ich es nicht sagen können..
Im Telepolis-Magazin erschien gerade ein Artikel mit diesem Titel, der davon handeln soll, ob das Urheberrecht vorrangig die Finanzierung des Lebens der Urhebers zum Ziel haben soll und ob Kunst sinnvollerweise als Ware angesehen werden kann. Der schien mir allerdings so haarsträubend wirr, dass ich ihn nicht zu Ende las, sondern meine eigenen Gedanken aufschrieb. Da ich ja wie schon mal angemerkt auch das Forum dieses Verlages nicht mehr mit meinen Beiträgen bereichern möchte, hier nun also mein Versuch, dem Thema halbwegs gerecht zu werden: [weiter]
Kapitän der "MS Deutschland" gefeuert. Er wehrte sich dagegen, dass das Schiff bei schlechteren Löhnen und Sozialleistungen unter maltesischer Flagge fahren soll. Wenn das mal kein Omen ist…
Mir kommt es jedenfalls fast wie ein Mantra vor, was immer wieder von fundamentalistischen Anhängern des Kapitalismus heruntergebetet wird, wenn sie zum Thema "Musikmarkt und Internet" nicht mehr weiterwissen. Daher ein paar Klarstellungen inclusive Kommentar meinerseits. [weiter]
Der aktuelle "Nerdalert" Podcast, produziert von Nerd6, beinhaltet ein Interview mit mir über die Geschichte der Musikkultur und des Urheberrechts. Das Ganze dauert über drei Stunden, aber es sind viele interessante Infos und Geschichten drin. Das Gespräch ist in etwa aufgebaut wie mein Vortrag über Musikkultur von 2009. Wir fangen in der Steinzeit an, nehmen einen Umweg über verschiedene Kulturen und enden in der heutigen Zeit. Da ich noch passende Musikbeispiele zu den jeweiligen Epochen gefunden habe, ist es auch recht kurzweilig.
Mit etwas Verspätung: Neuerscheinung"Commons – Für eine neue Politik jenseits von Markt und Staat". Das Buch ist wirklich lesenswert. Es regt sich allerdings bei der Ausdrucks- und/oder Argumentationsweise einiger Autoren doch starker Widerspruch meinerseits. Daher werde ich vielleicht irgendwann noch eine ausführliche Kritik schreiben. Das, was ich bisher gelesen habe (bin noch lange nicht durch), geht aber tendenziell absolut in die richtige Richtung, wenn ich auch die Ausdrucksweise viel zu abgehoben finde, um die Diskussion dahin zu bringen, wo sie hingehört, nämlich in den viel zitierten "Mainstream". Das Buch lässt sich mit etwas Geschick auch als PDF im Netz finden.
Ich frage mich, was die Verantwortlichen bezwecken, wenn sie an diesem Wochenende undemokratisch alle Proteste in Frankfurt verbieten. Man hört viele Stimmen, die sagen, dass sie langsam Angst bekommen. Ich denke, die Angst hatten sie schon immer. Denn wer mit einem schlechten Gewissen regiert, für den ist diese Angst normal. [weiter]